Aktuelle Ergebnisse
3. Quartal 2026: Thüringer Wirtschaft im Belastungstest: Nur die Industrie zeigt kleine Lichtblicke
Zwischen Existenzsorgen im Bau, Anstieg der Kurzarbeit und einer anhaltenden Investitions- sowie Beschäftigungskrise
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
Der Thüringer Geschäftsklimaindex erreichte im Juli 2026 eine Rekordbeteiligung von 874 Unternehmen. Der Stresstest für die Thüringer Unternehmen geht in die nächste Runde. Die Existenzbedrohung bleibt auf einem hohen Niveau und erreicht im Baugewerbe und Handwerk jeden vierten Betrieb. Die größte Herausforderung für die Thüringer Unternehmen ist die Bürokratie.
- Bei der Geschäftssituation bleiben die Dienstleister sowie Baugewerbe und Handwerk auf sehr niedrigem Niveau. Lediglich die Industriebetriebe verzeichnen einen leichten Anstieg. Ihren historischen Tiefststand im Geschäftsklimaindex erreicht die Digitalwirtschaft
- Die Investitionskrise in Thüringen setzt sich fort und lässt keine Belebung der Thüringer Wirtschaft erkennen; eher im Gegenteil: Die Digitalwirtschaft erreicht den niedrigsten Wert seit Beginn der Messung.
- Die Digitalinvestitionen geben Anlass zur Hoffnung und bleiben über die Wirtschaftszweige hinweg weiterhin mehrheitlich positiv. Die Industrie erzielt beim Digitaltrend einen neuen Rekordwert und auch die Dienstleister erreichen fast das hohe Corona-Niveau.
- Arbeitsumfänge und Beschäftigung setzen über die Sektoren hinweg ihren dauerhaften Negativtrend fort.
In der Gesamtschau ist noch kein Ende der Strukturkrise zu erkennen und der Belastungstest für die Thüringer Wirtschaft setzt sich aller Voraussicht nach im dritten Quartal 2026 fort.




